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Am Montag, den 3. November sind die Klassen 10b und 10d nach Bergen-Belsen gefahren. Unsere erste Station war die sowjetische Kriegsgräberstätte in Bergen-Hörsten. Dort wurden sie von einer Dame von der AG Bergen-Belsen empfangen. Sie heißt Elke von Meding. Sie hat viel über den Zweiten Weltkrieg und über das schwere Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen erzählt. 

2025 Bergen Belsen Gruppe

 

Die Stimmung vor Ort war sehr bedrückend. Auch wenn es schwer vorstellbar ist, was dort geschehen ist, konnte man es dennoch spüren. Wir haben sogenannte Ziegeltafeln für die Kriegsgefangenen, die in Massengräbern beerdigt wurden, angefertigt. Die Tonziegel hatten wir bereits in der Schule hergestellt und dann nach Bergen-Belsen mitgenommen.

 

Dort führten Elke von Meding und der Bildungsreferent des Volksbundes Coskun Tözen, welcher das gesamt Projekt begleitet hat, mit uns eine kleine Zeremonie durch. Jeder Schüler, welcher eine Tontafel erstellt hatte, las den Namen laut vor. Anschließend wurden die Tafeln auf den Rasen abgelegt und wir hielten eine Schweigeminute für die Verstorbenen ab.

2025 Bergen Belsen

 

Schon beim Herstellen der Tafeln wurde uns durch Herrn Tözen bewusst gemacht, dass hinter jedem Ziegel ein echtes Leben und Schicksal stand. Der Jüngste von den Kriegsgefangenen ist gerade einmal 20 Jahre alt geworden.  

 

Anschließend fuhren wir in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Auch dies war für uns eine sehr emotionale Erfahrung. Man spürt sofort, dass hier früher etwas Schreckliches passiert ist. Im Dokumentationszentrum haben wir viele Bilder, Filme und Gegenstände aus der Zeit gesehen. Besonders erschreckend fanden wir, unter welchen schlimmen Bedingungen die Menschen, insbesondere die sowjetischen Kriegsgefangen und Juden, dort leben mussten und wie viele von ihnen gestorben sind. 

 

Der Rundgang über das Gelände hat uns noch einmal gezeigt, wie grausam die Zeit des Nationalsozialismus war. So liegen in den zahlreichen Massengräbern vor Ort nicht nur Männer und Frauen, sondern auch Kinder wie z.B. Anne Frank begraben. Es war schwer sich vorzustellen, dass das alles wirklich passiert ist. Auch wenn der Besuch traurig und bedrückend war, sind wir froh, dass wir dort waren.  

2025 Bergen Belsen Grab

 

Es war eine bewegende und lehrreiche Erfahrung, die uns alle nachdenklich stimmte. Wir haben verstanden, wie wichtig es ist, sich an diese Geschichte zu erinnern, damit so etwas nie wieder passiert. Wir bedanken uns sowohl beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. als auch bei der Stiftung „Gedenken und Frieden“, welche das Projekt finanziell unterstützt hat. 

 

(Text: Leonie Nierkens und Christin Beye aus der 10d sowie Marieke Uckert und Romy Deppmeyer aus der 10 b) 

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