Am 19.03.2026 reisten die EBG-Damen zum jährlichen Ladies-Cup nach Salzhemmendorf, um die Ehre der EBG wiederherzustellen. Während die Jungs im Dezember noch den letzten Platz belegten, wollten es die Damen besser machen. Aufgrund des dünnen Kaders stellte sich die Mannschaft unter der Leitung von Coach Ranke fast von selbst auf.
In einer Hammergruppe bekam man es zunächst mit den Gastgeberinnen und Favoritinnen der KGS Salzhemmendorf zu tun. Während man zu Beginn noch gut mithalten konnte, merkte man, wie die Salzhemmendorferinnen im Verlauf immer stärker wurden. Trotzdem hielten die EBGlerinnen um Abwehrchefin Tuana Gökce stark dagegen. Am Ende waren die Gastgeberinnen aber zu stark, und man musste sich mit 0:4 geschlagen geben.
Im zweiten Spiel gegen die Johann-Comenius-Schule aus Emmerthal wirkte besonders die Offensive um Talent Nila Soehlke eingespielter, sodass man durch ein starkes Tor von Deola Berisha in Führung ging. Trotzdem musste man am Schluss noch den Ausgleich hinnehmen.

Im letzten Gruppenspiel gegen die Humboldtschule stand die Defensive unter Dauerdruck. Davon ließen sich Elsona Aliu, Nisa Yilmaz und Emilia Turchiarelli aber nicht aus der Ruhe bringen und gewannen einen Ball nach dem anderen. Leider waren auch die Pyrmonter Abwehrspezialistinnen hellwach, sodass Merle Koch und Newcomerin Paula Müller mit guten Versuchen scheiterten. So musste man am Ende dann doch ein 0:2 verdauen.
Im Spiel um Platz 7 kam es dann zum Derby gegen das AEG. Beide Mannschaften konnten in der regulären Spielzeit keine Tore erzielen, was nicht zuletzt an der überragenden Nisa Celik im Tor der EBG lag. Sie trieb die Offensive der Nachbarn mit zahlreichen Glanztaten zur Verzweiflung. Im Neunmeterschießen zeigte Celik erneut eine starke Parade. In der Folge fasste sich Merle Koch dann ein Herz und versenkte den entscheidenden Ball mit einem satten Linksschuss im Netz. Die Freude war entsprechend groß.
Nisa Celik wurde am Ende des Turniers zurecht als beste Torhüterin ausgezeichnet und führt so eine EBG-Tradition fort. Dies ist bereits die vierte Torhüterauszeichnung auf Turnieren in den letzten sechs Jahren.
Coach Ranke erlebte einen vergleichsweise entspannten Tag:
„Dieses Damenturnier war so entspannt und fair, dass ich mich erstmal daran gewöhnen musste, nicht ständig Puls zu haben. Während die Jungs sich wegen vieler Kleinigkeiten aufregen, werden bei den Mädels die Hände geschüttelt, und dann ist das auch durch. Sehr angenehm. Die Damen spielen bis auf wenige Ausnahmen alle nicht mehr im Verein, was wirklich schade ist, und das merkt man dann schon. Dafür haben sie es wirklich anständig gelöst. Ich bin mit jeder Spielerin sehr zufrieden. Ich muss aber mal Nisa Celik hervorheben. Ich glaube, das war ihr vierter Ladies-Cup. Sie kommt mit einer Maske angereist, weil sie sich erst vor Kurzem die Nase gebrochen hatte, und schmeißt sich hier in die Bälle, als ginge es um die Weltmeisterschaft. Auf sie ist und war immer Verlass, und dabei ist sie so demütig. Da bin ich dankbar, dass ich sie immer wieder betreuen durfte!“

Auch in die Zukunft blickt er optimistisch:
„Wir müssen halt um die Vereinsmädels wie Nila und Merle einen guten Kader aufbauen, der irgendwie konkurrenzfähig ist. Sportliche Damen, die fit sind so wie Paula Müller helfen da sehr. Eine Kooperation mit dem AEG, was die Trainingseinheiten speziell für Damen angeht, wäre da denkbar. Ansonsten kann ich nur appellieren, dass auch die Mädels am Ball bleiben! Zumindest stehe ich bei den Damen nicht immer kurz vor dem Herzinfarkt!“, gab sich der Trainerfuchs entspannt.
